Westdeutsche HiFi-Tage 2018

Der Moment ist gekommen: Sättigung ist eingetreten. In Anbetracht der ausufernden HiFi-Messelandschaft in unseren Gefilden scheint die Grenze des Sinnvollen erreicht. Erste Indizien waren am vergangenen Wochenende unverkennbar: Bonn hat Federn gelassen. Sowohl was die Anzahl der Aussteller angeht, als auch bei den Besucherzahlen. Wobei es interessanterweise am Sonntag merklich voller war als am Samstag.
Die Show an sich funktioniert. Das altehrwürdige Hotel Maritim im ehemals bedeutungsschwangeren Bad Godesberg wurde zwar ein bisschen renoviert, an der Vielzahl eigentlich zu kleiner Ausstellungsräume und mit sinnvollem Aufwand einfach nicht in den Griff zubekommenden akustischen Super-GAUs hat das aber nichts geändert. Das kennen wir seit Jahren, ist auch irgendwie nicht so schlimm. Das ausgebliebene Besucherchaos hatte durchaus seine Vorteile: Die Aussteller freuten sich über die Möglichkeit, die Anwesenden intensiver zu betreuen, die Besucher ächzen nicht wegen Atem- und Sitzplatznot, und der fotografierende HiFi-Redakteur hatte Platz zum Knipsen und die Möglichkeit, dem Einen oder anderen weniger hektisch als sonst ein Gespräch aufzunötigen. Fand ich gut.
Abseits aller systematischen Bedenken gab’s natürlich jede Menge zu Hören und zu sehen. Ein paar echte Neuheiten waren dabei, traditionell sind die lokalen Messen (also alle außer der High End in München) aber eher mit Bewährtem bestückt. Erfreulicherweise gab’s einige ziemlich gut klingende Vorführungen, so dass einem entspannten Messerundgang nichts im Wege stand.

Ja, klar, Bilder. Gibt’s hier.

Ein Gedanke zu „Westdeutsche HiFi-Tage 2018

  1. Martin André

    Die Photokina lief zu selben Zeitpunkt. Von daher wäre ich mir nicht sicher ob es sich um eine Sättigung oder eine Überschneidung handelt.

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