High End 2010 – was so auffiel (1)

So. Da isser wieder. Zurück aus dem wenigstens teilweise sonnigen Süden der Republik, im Gepäck das eine oder andere Gigabyte an Fotos und ein paar Erfahrungen, die in der einen oder anderen Art sicherlich Einfluss auf die Art und Weise haben werden, in der ich das Medium HiFi an sich betrachte. Tatsächlich nämlich hatte ich die erste Begegnung mit uralter Technik, die mich nachhaltig beeindruckt hat. Normalerweise hab ich’s gar nicht so mit Vintage-Zeugs, aber das hier, das war eine Oase in der Wüste des High End-Overkills. Die Rede ist von einer Western Electric-Kinobeschallung Baujahr 1948, die auf wirklich großartige Art und Weise Musik reproduziert hat. Ein paar Bilder:

Sicher nicht komplett ohne Verfärbungen, auch ist nicht zu leugnen, dass das Hochtonhorn ein wenig sehr tief angekoppelt ist und sich hier und da ein wenig „gestresst“ anhört, aber ansonsten klang’s super: völlig entspannt, extrem trocken und präzise. Erstaunlich seidig und angenehm, genau die Art von Reproduktion, bei der man einfach sitzen bleibt.

Ich jedenfalls musste an allen vier Messetagen mehrmals dahin und Auftanken. Zu verdanken haben wir diese Erlebnis den Herren von Silbatone, die schon weiter unten im Zusammenhang mit altem WE-Zeugs Erwähnung fanden. Ihrem eigenen kommerziellen Lautsprecher (einem Manger-Wandler in einem RearLoaded Horn) haben die Jungs mit dem WE-System keinen Gefallen getan, das hatte gegen den Oldie nämlich nicht viel zu bestellen.

Ach ja: der Rest der Kette. Plattenspieler und Tonarm von Artemis Labs, entwickelt von Frank Schröder, der mitunter auch die Vorführung leitete und außerordentlich spannendes Zeugs auflegte. Die sündteuren Verstärker stammten von Silbatone, die erklecklichen Mengen darin steckender Reinsilber-Induktivitäten hat Christof Kraus fabriziert.

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