Das dicke Ding, zum Zweiten

Heute wollen wir und mal einen Blick auf die Mitteltonsektion der beiden Fernost-Boxenmonster werfen. Zum Warmwerden erstmal der das als Antrieb fungierende Permendur-Monster neben einem gut abgehangenen JBL-Phenolharz-Zweizöller aus meinem Fundus. Der ist zwar auch nicht kleiner, aber locker fünf Kilo leichter:

Kommen wir mal zum Mitteltonhorn selbst. Das Ding ist locker 80 Zentimeter breit und so geschätzte 30 Kilogramm schwer. Es besteht im Wesentlichen aus geschichtetem Birkenmultiplex, der Treiber wird per Schraubflansch in eine locker 20 Millimeter dicke Aluplatte gedreht, die den rückwärtigen Abschluss bildet.









Auf zwei Bidern hab ich versucht, die strukturellen Probleme aufzuzeigen, die es bei dieser Konstruktion gibt. Der dicke Treiber zerrt dermaßen an dem Horn, dass es die Konstruktion buchstäblich zerreißt – wie man sieht, sind die Sektor-Unterteilungen innen im Horn schon auf der einen Seite abgerissen. Der Umstand, dass die Lautsprecher schon mindestens einmal um die Welt gereist sind, hat die Sache ganz eindeutig nicht besser gemacht. Vorher stand genau dieses Paar übrigens bei Audio Note in England – Peter Qvortrup und seine Mannen wollten aber offensichtlich auch nicht beliebig viel Aufwand in das Projekt investieren.
Die nächste schreinerische Sünde: stumpf verleimte Holzverbindungen, gnadenlos überfurniert. Das mag ein Jahr oder zwei gutgehen, irgendwann aber kommt die Racher des Materials und die Kante drückz sich gnadenlos durchs Furnier. Das tut’s hier auch bei dem Horn, das Problem gibt’s an anderen Stellen der Box aber noch ungleich schlimmer.

Für morgen plane ich, das Hörnchen inklusive Treiber in die Nähe unserres Lautsprechermessplatzes zu wuchten und dem Kollegen Schmidt unterzujubeln, der misst nämloch gerade den Einzelchassistest für die kommende Klang + Ton – vielleicht merkt er’s ja nicht ;-).

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