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Handwerkliches

Darf ich vorstellen? Mein neues Kamerastativ bzw. Fahrrad-Reparaturständer:

Ist ein bisschen von Jeremy Schmidts Konstruktion inspiriert und funktioniert bestens. Keine Probleme mit einer schweren DSLR an einem 1,40m langen Ausleger, den rund 30kG Beton im Fuß sei’s gedankt. Das Ganze ist beliebig höhenverstell- und drehbar, der Kameraausleger in alle Richtungen faltbar.
Auf der gegenüberliegenden Seite kann ich’s Fahrrad in einem Schnellspannschraubstock arretieren. Der Abstand zur Mittelsäule ist so groß, dass die Pedale frei drehen können.. Die Mittelsäule ist ein 60er Edelstahlrohr, die Konstruktion ist außerdem zerlegbar, sonst wäre das Ding kaum transportabel (wofür’s aber auch nicht wirklich gedacht ist).
Ob das mit meinen geplanten Youtube-Aktivitäten zusammenhängt? Sicher doch.

Bergkamener Hörtest 2017

Am gestrigen Samstag durfte ich wieder beim jährlich stattfindenden „Bergkamener Hörtest“ zu Gast sein. Auch die fünfte Ausgabe des Events wurde mit viel Liebe und Aufwand von Axel und Andreas nebst Familien und Freunden organisiert, meinen herzlichen Dank dafür – und für die abermalige Einladung.
Wie all diese Events in der DIY-Szene hat auch Bergkamen seinen ganz besonderen Charme. Es findet in einer mittlerweile zur internationalen Begegnungsstätte umfunktionierten Schule statt, zwei bis drei Räume werden hier jedes Jahr für die Selbstbauer „abgezwackt“. Hier geht’s besonders familiär zu; nur in Bergkamen kommen drei Generationen Familienmitglieder zum Musikhören, nur hier gibt’s Vater und Sohn, die mit gleichem Enthusiasmus bei der Sache sind. Hier herrscht immer eine besondere Form von Wärme, allein die macht den Besuch jedes Jahr zur Pflicht.
Zu sehen und zu hören gab’s jede Menge Interessantes. Besonders hängengeblieben sind mir zum Beispiel Andreas‘ JBL 4425-Klone, für die es hier eine frei verfügbare Bauanleitung gibt.
Jede wurden ausgezeichnet von einer Verstärkerkombi aus Aikido-Vorstufe und First-Watt-F6-Endstufe bedient.
Zu späterer Stunde – die Veranstaltung hatte sich bereits weitgehend in die Küche verlagert – durften wir noch einen inteniven Blick auf diverse selbtgebaute Leckerein werfen. Da gab’s eine dreistufige Halbleiter-Phonovorstufe, bei der die Offsetspannung nach jeder Stufe von außen abgleichbar ist. Oder einen Streamer auf Raspberry-Pi-Basis, der im einem Lagavulin-Karton „wohnt“. Ich wäre gerne noch zum weiteren Fachsimpeln geblieben, aber irgendwann lässt naturgemäß bei allen Anwesenden die Kondition nach; ich war um kurz vor vier morgens wieder daheim.
Abermals geht mein Dank an alle Organisatoren und Teilnehmer, ich freue mich schon aufs nächste Jahr.

Und ja, natürlich gibt’s Fotos, nämlich hier.

Westdeutsche HiFi-Tage 2017

Mit dem Oktober beginnt die HiFi-Veranstaltungs-Saison (okay für mich), gleichzeitig endet die Kurze-Hosen-Seaison (nicht okay für mich). Von daher war ich am Wochenende a) in Bonn bei den Westdeutschen HiFi-Tagen und habe dem Rest der Welt b) den Anblick meiner Beine erspart (zumindest an den Publikumstagen).
Bonn ist eine gut etablierte und bestens organisierte Veranstaltung, Probleme gibt’s höchstens mal mit der Hotellogistik: Man hatte in diesem Jahr bereits beschlossen, dass der Winter Einzug gehalten hat und die Heizungsanlage entsprechend instruiert, was zu teilweise wirklich unerfreulichen klimatischen Bedingungen in den Vorführräumen führte. Heizung ausschalten, Klimaamlage in Betrieb nehmen? Nicht möglich. So ist das wohl mit einer Austattung aus den großen Zeiten der Bonner Republik.
Es waren ordentlich viele Leute da, aber nicht soviele, dass es sich auf den Gängen und in den Vorführungen gestapelt hätte. Sehr angenehm. Ich habe praktisch keine Nörgler, Besserwisser und sonstige HiFi-Show-Psychopathen getroffen, sondern ausschließlich nette Leute. Vielen Dank dafür. Auch dafür, dass ich nur ein eiziges Mal „Keith don’t go“ hören musste.
Alles gut, ich komme wieder.

Guckst du Bilder: klick

Been thinking

Jawohl, ich habe nachgedacht. Und nein, so weh hat’s gar nicht getan. Und zwar über meine aktuelle und künftige Präsenz in den Weiten des Netzes. Diejenigen, die von mir nur diese Seite kennen, werden die weitgehende Inaktivität mit mehr oder weniger großem Schulterzucken zur Kenntnis genommen haben. Andere werden zurecht festgestellt haben, dass der Herr Barske ja durchaus nennenswert auf den diversen sozialen Netzwerken präsent ist und da mehr als genug Content generiert, den nur ein bedeutungslos geringer Teil der Welt braucht. Das war in der jüngeren und nicht mehr ganz so jungen Vergangenheit eine durchaus bequeme Methode, meine Absonderungen los zu werden, aber so ganz glücklich bin ich nicht damit.
Das liegt daran, dass ich mit dem Wesen der sozialen Medien nur zum Teil konform gehe. Dabei sind’s nicht mal die vielzitierten Probleme von Facebook & co., die mich zu einer Korrektur meines diesbezüglichen Kurses treiben; ich schwimme dort in recht ruhigem Fahrwasser und weiß glaube ich beim dortigen Informationsangebot Spreu und Weizen ganz gut voneinander zu trennen.
Nun bin ich aber einer, der in erster Linie originäre Inhalte für verbreitenswert hält und nur in geringem Umfang Wort und Bild anderer Zeitgenossen „teilt“. Und in einem gewissen Rahmen halte ich den von mir kreierten „Content“ für erhaltenswert – und sei’s nur für mich selbst, wenn ich mal nachsehen will, was ich damals fotografiert habe, respektive: welche Kiste ich auf welcher Veranstaltung geknipst habe. So etwas ist in den großen sozialen Netzwerken nicht einfach (wenn auch nicht unmöglich). Das Ganze lebt von schneller Informationsvermittlung mit endlicher Halbwertszeit. Alles, was älter ist als ein paar Wochen geht einfach im Rauschen unter, für richtige redaktionelle Inhalte scheint mir die Aufmersamkeitsspanne dort ohnehin zu gering.
Was also tun?
Die verschiedenen Kanäle in den Bereichen nutzen, in denen sie am besten funktionieren. Für mich heißt das: die knappe Information quasi live auf Facebook, Instagram und/oder Twitter streuen, das Rückgrat mit mehr Bestand wird jedoch eine Plattform wie dieses hier sein. Und, das traue ich mich schon mal anzukündigen, ein Youtube-Channel. Video ist ein Thema, mit dem ich mich seit geraumer Zeit intensiv auseinandergesetzt habe und ich glaube, dazu fällt mir was ein.

Soviel für diesen Moment – mal sehen inwieweit ich es schaffe, den Worten Taten folgen zu lassen.

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High End 2017

Falls Sie an meiner Live-Berichterstattung von der High End interessiert sind, empfehle ich Ihnen, mir auf Instagram zu folgen: https://www.instagram.com/holger_barske/

Le Monstre

Jürgen Hensler hat mal wieder was zum Zeigen geschickt. Mache ich gerne, weil absolut zeigenswert.

Le Monstre 2 x 8 Watt Class A

Dieses ist die original Endstufe , die 1984 auf der High-End ( Kempinski )für Erstaunen gesorgt hat.

Der Klang entspricht dem einer Western Electric 300B. Als Vergleich 300B Legend mit Western Bestückung.
Die Le Monstre hat mit 16 x 220 000µ auch 15-Zoll-Altecs ( A7 ) gut unter Kontrolle.
1. Die Endstufe nur mit Netzanschluss betreiben. 2. Die Akkus zuschalten. 3. Netz abschalten und die Monstre läuft nur mit den 36Ah Akkus.
Die Endstufe ist selbst ohne Signal nicht Kurzschlussfest.
Wird eine Reparatur oder Nachbau mit Vergleichstransistoren bestückt , klingt die Endstufe nicht mehr.

Nach über 30 Jahren fehlt immer noch die Abdeckung , wenn das Teil spielt hat man keine Zeit für die Abdeckung .

Grüße
JH

Mal eben

Iss ja nix Neues. Vorhaben, die „mal eben“ über die Bühne gehen sollen, scheitern grundsätzlich. Wie auch die Installation eines Plattenspielers auf dem „Promi-Parkplatz“ in der Anlage. Ich hab‘ ne Weile gebraucht, um eine brauchbare DC-Versorgung für meinen schwer umgebauten Yamaha GT 750 aufzutreiben, jetzt tut der Antrieb aber.
Dank des kernigen 36-cm-Tellers ist bei der Armauswahl etwas Sorgfalt angebracht, in der Vergangenheit lief mein zwölfzölliger Reed 3p – natürlich – zur vollsten Zufriedenheit (siehe Frickelfest 2012). Da immer das Gleiche aber langweilig ist und ich schon immer mal einen optisch besser passenden, weil noch längeren Arm montieren wollte, habe ich die schon vor Ewigkeiten gebaute Basis für einen Clearaudio Unify 14″ montiert und den Arm installiert. Töne abnehmen tut die letzte Inkarnation einer „Baikal-Rakete“, die beim letzten ETF in Dänemark schon mächtig Laune gemacht hat. Das Resultat zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist ein lauter Brumm auf beiden Kanälen, und das an drei verschiedenen Phonovorstufen.
Ziehe ich einen Kanal vom Phonovorstufeneingang ab, herrscht schlagartig paradiesische Ruhe. Funktioniert perfekt mit beiden Kanälen.

Brummschleife wegen Masseschluss über beide Kanäle?
Mal sehen. Ich werde berichten.

Verkupfert

Man muss aufpassen. Wie der sprichwörtliche Schießhund. Klar, das ist nicht neu, aber die Ausprägungen der Betrugsversuche nehmen immer gewieftere Züge an. Das hier ist im Prinzip nichts Neues und schon seit Jahren Gang und Gäbe, ich bin aber erst kürzlich damit konfrontiert worden, deshalb: Augen auf beim Drähtekauf.
Nicht alles, was als „Kupfer“ tituliert wird, ist nämlich auch welches. Im Kleingedruckten steht nämlich gerne mal was von „CCA-Kupfer“. CCA steht für „Copper Clad Aluminum“, was nichts anderes ist als kupferummanteles Aluminium. Das gab’s aus Kostengründen damals in der DDR schon mal und ist vor einiger Zeit von einer ganzen Reihe Hersteller – vorzugsweise aus dem Reich der Mitte – wiederentdeckt worden.
Nein, wir wollen das nicht als Leiter. Das Zeug leitet deutlich schlechter als Kupfer, ist starrer, brüchiger und die gerne mal propagierte Pseudo-Legitimation, dass bei hohen Frequenzen der Strom eh nur an der Leiteroberfläche fließt (Skin-Effekt) ist schlicht Blödsinn: Wenn ich einen Hohlleiter bauen will, dann nehme ich geeignetere Kerne als solche aus Alu (Teflon wäre das Mittel der Wahl).
CCA-Leiter lassen sich am geringen Gewicht und an ihren silbriggläzenden Schnittkanten dingfest machen. Und wenn sich ein abisolierter Draht ums Verrecken nicht löten lassen will, dann wissen Sie jetzt auch warum. Mir ist bis jetzt noch kein HiFi-Strippenzieher begegnet, der das Zeug als Feature verkauft, aber lange kann’s eigentlich nicht mehr dauern.
Lassen Sie sich nichts erzählen:

Hände weg von dem Schrott!