Fremderregt

Von Wolf von Langa und seinen Lautsprechern habe ich ja schon die Tage was erzählt. Und da er die Art von Sachen baut, die mächtig Eindruck auf mich machen, tue ich das hier gleich nochmal. Wolf hat nämlich eine neue „Box“ gebaut, und die ziemlich anders geworden als das, was man gemeinhin so kennt:Prinzipiell handelt es sich um einen Dipol, der mit einer beidseitigen Schallführung ausgestattet ist. Basis für Wolfs Überlegungen ist einmal mehr ein Klassiker gewesen, in diesem Fall eine Altec 820 – deshalb heißt dieser Lautsprecher auch „Tonmöbel 820i“. Wolf baut dafür eigens zwei feldspulenbewehrte Fünfzehnzöller; diese laufen zwar parallel, tun wegen ihrer konstruktiven Unterschiede aber nicht dasselbe – der untere Treiber klinkt sich früher aus und überlässt dem oberen ab dem Grundtonbereich das Feld. Darüber übernimmt eine Dreizoll(!)-Aluminiummembran mit passendem Horn. Höchst interessante Konstruktion das: Wolf versucht, alle gehäusebedingten Probleme so weit wie möglich zu vermeiden – in dem er einfach so wenig Gehäuse wie möglich verwendet.Was ich nicht weiß ist wie es klingt. Das allerdings plane ich so schnell wie möglich zu ändern.

7 Gedanken zu „Fremderregt

  1. Sigi

    Du bist echt zu beneiden!
    Zu gern würde ich mir solche Technik auch mal anhören.
    Auf der Messe der AAA war der Raum mit den 606i einfach zu übervoll!

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  2. hb Beitragsautor

    Anfang nächster Woche werd‘ ich Wolf mal besuchen, mir seine Spielsachen anhören, einen Sack Fotos machen und mal sehen, was wir so künftig auf die Beine gestellt kriegen.
    Irgend etwas Lesenswertes bekommen wir bestimmt zusammen

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  3. DerAlteDachs

    Hallo Holger !

    Die Treiber von W.v.Langa sind ja wirklich hochinteressant (besonders auch seine Interpretation des 604`er-Coax), wäre das nicht mal eine paar Seiten in der K & T wert ? Es muss ja nicht gleich ein 1:1-Bauvorschlag werden … aber etwas tiefschürfendere Infos über das Was & Wie + Messungen wären sehr, sehr interessant

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  4. Markus Sauer

    Umso erstaunlicher, dass dann Front- und Rück-Ladung so unterschiedlich ausfallen.

    Müsste man wirklich mal hören.

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  5. hb Beitragsautor

    Hi Markus,
    du hast völlig recht, Altec 820 war im Prinzip ein Eckhorn. Wolf hat sich bewusst gegen die rückwärtige Ladung entschieden, weil sie seiner Meinung nach zu deutlichen Verfärbungen führt.

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  6. Markus Sauer

    Interessante Kombi aus Fronthorn und Open Baffle. Wobei das Altec-Original als Eckhorn und nicht als Dipol ausgelegt war, wenn ich das richtig im Kopf habe.

    http://www.audioheritage.org/vbulletin/showthread.php?13503-Altec-820A-Corner-horn

    Der Wechsel zum Dipol könnte dem Versuch geschuldet sein, die 80 Hz-Eckfrequenz des Originals

    http://web.archive.org/web/20060507070049/www.highefficiencyloudspeakers.com/user/80Hz_Horn-2X15-1.jpg

    ein bisschen nach unten zu erweitern. Ohne elektrische Entzerrung (die bei Feldspulen „interessant“ sein dürfte) wird das bei bei der Baffle-Fläche nicht gehen.

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