Heute war nach längerer Zeit mal wieder Klang+Ton-Hörsession im Hause Brieden Verlag. Es war mal wieder sehr voll (tatsächlich eigentlich zu voll, das werden trotz frühzeitigen Anmelde-Stopps immer mehr Leute), aber seht nett war’s trotzdem. Das Highlight unter der traditionell von den Gästen mitgebrachten Verpflegung: Cheap Trick 230 als Kuchen!Vielen Dank dafür (das gilt natürlich auch für alle anderen Beteiligten), der war zudem auch noch echt lecker und – natürlich – schnell alle.
Normalerweise bin ich ja kein Freund davon, wenn die Freunde aus dem Reich der Mitte sich mehr oder weniger liebevoll der “Interpretation” eines bewährten Konzeptes widmen. Soweit ich das beurteilen kann, ist dieser Nachbau eines Thorens Reference aber mehr eine nicht kommerzielle Verbeugung vor dem Original:Danke an “T.L.” aus dem Analogforum für den Link.
Leonid Sinitsin geht online. Sie erinnern sich vielleicht: Das ist der in Sibirien beheimatete Konstrukteur des hoch interessanten MC-Abtasters, den ich hier vor einiger Zeit mal vorgestellt habe (Teil1, Teil2, Teil3) – die “Baikal-Rakete”.
Im Netz gibt’s das ganze jetzt hier, leider versagen sowohl Google Translate als auch Babelfish bei der Übersetzung zumindest der Seite am Stück – der Provider dort hat was dagegen, seine Inhalte in einem Frame darstellen zu lassen. Schade. Mit dem Kopieren von Textblöcken direkt in den Übersetzer kommt man aber weiter.
“Zum genauen Wirkprinzip haben wir natürlich grundlegende Arbeitshypothesen, möchten wir uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt dazu aber nicht weiter äußern”
Holger Stein über seine “Steinmusic Ambient Harmonizer“. Respekt, lieber Namensvetter. Vor deinen Fähigkeiten als Texter werfe ich mich in den Staub :gott:.
Ich glaube nicht, dass es irgendwo auf der Welt schon mal ein Selbstbaumagazin mit so vielen wirklich lauten und großen Lautsprecherprojekten gegeben hat. Und wehe, das wird nicht die bestverkaufte Ausgabe aller Zeiten… ;-)
Bei der hier bin ich mir nicht ganz sicher. Das Ding ist so drüber, dass ich die Hoffnung habe, dass es sich um einen Scherz handelt…
Die Moon Audio Titan ist ein Lautsprecher, von dem es drei Paar gibt (oder besser: geben soll). Das erste kostet 500000$, das zweite ein Milliönchen, das dritte (das bekommt die Seriennummer 1) derer zwei. Dafür gibt’s Technologie aus Kampfflugzeugen, der Reaktortechnik und Anti-Radar-Technik aus Atom-U-Booten. Tja. Da stinken alle anderen Lautsprecherhersteller natürlich gegen ab…
Was ich nicht weiß ist was das für ein Lautsprecher sein soll. Die versprochenen 15 Hz untere Grenzfrequenz (-2dB) bei 99dB Wirkungsgrad jedenfalls bestärken mich in der Hoffnung, dass die Nummer eine Ente ist. Und wahrscheinlich spiele ich den Jungs gerade voll in die Hände, weil das Ding genau das tun soll, was hier gerade passiert: Aufmerksamkeit errregen :?
Das hier muss man dann eigentlich irgendwie doch gesehen haben. Auch wenn ich nicht auf eine solche Protzerei stehe. Das ist die “Quellenabteilung” der Anlage von Steven Cheng. Der versammelt da mal eben einen Rockport System III Sirius, einen Thorens Reference, einen Thorens Prestige, einen Micro Seiki SX-5000 II, anderthalb Clearaudio Master Reference und einen Clearaudio Statement.Das ist ein Plattenspieler-Ensemble, bei dem man als dem Analogen verpflichteter Zeitgenosse dann doch einen leicht trockenen Mund bekommt :). Das Bild musste ich mir ein weiteres Mal bei Leo Yeh ausleihen, der eine Home Story über den Besitzer der Anlage gemacht hat. Sehr großartig finde ich den auf einem Acryl-Wägelchen montierten Equalizer (Cello Audio Palette, was sonst), den man vom Sofa bequem bedienen kann. Der Rest der Kette ist auch nicht eben von Understatement geprägt: Die Verstärkung übernehmen die großen Gryphon -Kaliber, als Lautsprecher dient ein Paar völlig abseitiger Rockport Arrakis. Sie müssen nicht den ganzen 110-seitigen Thread durchblättern, spätestens ab der Hälfte geht’s nur noch um Männerspielzeuge im Allgemeinen und Autos im Speziellen.
… es ist ein Plattenspieler. Man muss allerdings zweimal hinsehen. Ob er wirklich funktioniert weiß ich nicht (auf alle Fälle dürfe dem Tonarm ein wenig Kröpfung enorm weiterhelfen), auf alle Fälle stecken jede Menge witzige Ideen im Entwurf dieses Designers. Vielen Dank an Stefan für den Link!
Die kommende Klang+Ton 2/11 beschäftigt sich, wie schon erwähnt, mit ganz viel röhrenkompatiblem Zeugs. Und nicht nur Visaton hat uns da was Hübsches vorbei gebracht (die Pentaton BB, zwei Beiträge weiter unten), wir haben da auch selbst ein paar höchst spitze Pfeile im Köcher.
So haben wir beispielsweise Ronald Waßen gefragt, ob er uns für dieses Heft ein leckeres Projekt auf Basis des von ihm erdachten Unihorns auf die Beine stellt. Das hat er getan, soviel steht schon mal fest. Es sieht ein bisschen aus wie eine Wilson Alexandria II (okay, ein kleines bisschen), hat aber dramatisch mehr Wirkungsgrad, einen horngeladenen Bass und Mivoc-Treiber, was den Gestehungspreis um ein paar hundertausend Dollar reduzieren hilft :mrgreen:.
Man kann es drehen und wenden wie man will – bei Visaton ist derzeit mal richtig Gas drin. Was die Jungs derzeit an Selbstbaulautsprechern raushauen, das verdient Respekt. Nach Grand + Petit Orgue folgt der nächste Streich aus Haan, und der steht seit heute morgen bei uns im Fotostudio – woraus Sie folgern dürfen, dass es die “Pentaton BB” in der kommenden Klang + Ton zu bewundern geben wird.
Es gibt – richtig, BG20 :mrgreen:. Und davon gleich vier Stück pro Seite. Und einen B200. Ich hab’ noch keinen Ton aus der Box gehört, aber ich glaube nicht, dass da allzu viel schief gehen wird. Visaton sagt: 99 Dezibel Wirkungsgrad. Das ist doch was fürs Röhrenspezial :-D.
Von Wolf von Langa und seinen Lautsprechern habe ich ja schon die Tage was erzählt. Und da er die Art von Sachen baut, die mächtig Eindruck auf mich machen, tue ich das hier gleich nochmal. Wolf hat nämlich eine neue “Box” gebaut, und die ziemlich anders geworden als das, was man gemeinhin so kennt:Prinzipiell handelt es sich um einen Dipol, der mit einer beidseitigen Schallführung ausgestattet ist. Basis für Wolfs Überlegungen ist einmal mehr ein Klassiker gewesen, in diesem Fall eine Altec 820 – deshalb heißt dieser Lautsprecher auch “Tonmöbel 820i”. Wolf baut dafür eigens zwei feldspulenbewehrte Fünfzehnzöller; diese laufen zwar parallel, tun wegen ihrer konstruktiven Unterschiede aber nicht dasselbe – der untere Treiber klinkt sich früher aus und überlässt dem oberen ab dem Grundtonbereich das Feld. Darüber übernimmt eine Dreizoll(!)-Aluminiummembran mit passendem Horn. Höchst interessante Konstruktion das: Wolf versucht, alle gehäusebedingten Probleme so weit wie möglich zu vermeiden – in dem er einfach so wenig Gehäuse wie möglich verwendet.Was ich nicht weiß ist wie es klingt. Das allerdings plane ich so schnell wie möglich zu ändern.
Wie ich weiter unten schon mal erwähnte, könnte es sich auch für ausgemachte Messemuffel in diesem Jahr lohnen, sich auf den Weg nach München zu machen und sich die diesjährige High End anzutun.
Dieser Meinung bin ich deshalb, weil die total wahnsinnigen Koreaner von Silbatone Acoustics wieder dabei sind und ihren eigenen “Messelautsprecher” ( ein Stück runter scrollen) im Gepäck haben werden. Im Moment schaut das Ding zwar so spektakulär noch nicht aus, aber ich darf versichern, dass die Begegnung mit den Preziosen nebst hauseigener Wahnwitz-Ansteuerung bleibende Eindrücke hinterlassen wird. Ich lehne mich so weit aus dem aus dem Fenster ohne das System gehört zu haben, weil bei mir erstens die Vorstufe C-100 von Silbatone spielt wie vom anderen Stern und die Jungs sich zweitens sicher nicht die Blöße geben werden, mit etwas Schlechterem als dem WE-Kinosystem aus dem letzten Jahr anzurücken.
Damals, als Fernsehwerbung noch Spaß gemacht hat… Der Spot hier ist aus den Fünfzigern und bewirbt – man höre und staune – Telefunken-Röhren :mrgreen::
Vielen Dank Jochen fürs Ausgraben dieses Schätzchens!
Nun war ich “LP”-produktionsterminlich bedingt mal wieder nicht in Vegas bei der CES und kann leider keine eigenen Eindrücke vorweisen. Deshalb muss ich mir ein paar Bilder von Leo Yeh borgen, der mal wieder einen ganz ausgezeichneten Job gemacht hat. Hätte ich eine Möglichkeit gefunden ihn zu fragen, ob ich das darf – ich hätt’s natürlich getan. Habe ich aber nicht, von daher erlaube ich mir hier mal einen Urheberrechtsverstoß – über ein paar Sachen muss ich mich einfach auslassen. Ich mach’s kurz und beschränke mich auf ein Dutzend Exponate. Den Rest des Eintrages lesen »
So gaaanz langsam wird er mir ein bisschen unheimlich. Der gute Wolf von Langa nämlich. Hatte ich zu Beginn seiner Aktivitäten in Sachen Feldspulenlautsprecher noch den Verdacht, dass das ja alles ganz nett, aber letztlich nicht mehr als ein Experiment sei, belehrt er mich mittlerweile eines Besseren. Das hat damit angefangen, dass er beim letztjährigen Frickelfest einen Lautsprecher hingestellt hatte, der jeden anderen auf der Veranstaltung ziemlich blass hat aussehen lassen. Seitdem gärt das Thema in mir, und Wolf war in der Zwischenzeit auch beileibe nicht untätig. Mittlerweile elektromagnetisiert er offensichtlich alles, was nicht schnell genug auf den Baum kommt. Das aktuelle Treiber-Lineup jedenfalls scheint’s mächtig in sich zu haben. Das aktuell wo abgeknallteste Projekt: dieser Mittelhochtontreiber mit 100 mm-Beryllium-Membran und Hochvolt-Feldspulenantrieb.
Klaus kennt man im Internet unter dem Nickname “Soundcheck”. Und als solcher hat er sich über die Jahre einen ziemlichen Namen gemacht, wenn es darum geht, mit allem möglichen Computergedöns aus der Linux-Welt gut Musik zu hören. Nunmehr hat Klaus sich Logitechs beliebten Streaming-Client Squeezebox Touch zur Brust genommen und ihm eine ganze Reihe von Modifikationen angedeihen lassen, die das im Urzustand klanglich nicht viel mehr als gerade noch erträgliche Gerät angeblich zu einer ernsthaft guten Quelle machen.
Zu diesem Zweck gibt’s ein paar Software-Patches, gute Ratschläge, wie man sein Netzwerk aufbauen sollte und was man so mit dem Lötkolben noch so tun könnte. Nachzulesen auf soundcheck’s audio@vise – allerdings nur auf Englisch.
Im Westen der USA müsste jetzt ziemlich früher Samstagmorgen sein, und die diesjährige Ausgabe der Consumer Electronics Show, der weltweit größten Fachmesse für Unterhaltungselektronik, geht in ihren dritten Tag. Halbzeit hatten wir also schon, und die Berichterstattungen im Netz vom High-End-Audio-Teil der Veranstaltung sind, vorsichtig formuliert, dünn gesät.
Möglicherweise ist Amerika als Standort für so eine Veranstaltung noch viel mausetoter als erwartet, vielleicht haben alle ihre Kamera vergessen, vielleicht gibt’s auch einfach nichts Interessantes. Die Krumen, die ich bislang zusammenfegen konnte gibt’s hier – wer noch einen gescheiten Messereport kennt, darf ihn gerne in einen Kommentar zu diesem Beitrag stecken: SoundStage! Audio Federation Stereophile
Den bis jetzt bei Weitem interessantesten Beitrag zum Thema habe ich bei HiFi heroin gefunden.
Schau mal einer guck – die Herforder. Stöbere ich bei der Durchsicht der diversen CES-Previews doch über diesen ziemlich imposanten Lautsprecher des Herforder Rundum-glücklich-Herstellers T+A. Der dicke Brummer heißt Solitaire CWT-2000 und kostet in den Staaten dem Vernehmen nach schlanke 45000 Dollar.
Technisch gibt’s ein bisschen Zylinderwelle, der große Hochton-Elektrostat ist wohl sogar eine Eigenentwicklung, die segmentiert angesteuert wird – nicht schlecht. Die sechs Mitteltöner sehen ein bisschen Nach Scan Speak Revelator aus – aber nur ein bisschen. Ich glaube nicht, dass es welche sind. Im Bass schieben vier Zehnzöller auf ein geschlossenes Gehäuse. Gibt in Summe 125 Kilogramm Lautsprecher, die sie ab März beim Dealer Ihres Vertrauens einsammeln dürfen.
Er hat eine Seite. Thomas Mayer aus Lindau am Bodensee, der Mann mit den vielen außerordentlich gelungenen Röhrenverstärkern, die es hier auch schon des Öfteren zu sehen gab. Ab sofort mit eigenem Blog unter vinylsavor.blogspot.com im Netz vertreten. Und natürlich in meiner Blogroll rechts.
Bereits zum vierten Mal findet in diesem Jahr das Frickelfest statt. Wer’s noch nicht kennt: Das ist ein mehrtägiges Zusammentreffen Selbstbau-affiner HiFi-Entusiasten, bei dem es darum geht, jede Menge selbstgebauten Equipments “zu verköstigen”, Erfahrungen auszutauschen und viel gute Musik zu hören. Dazu gesellt sich ein Rahmenprogramm (Vorträge, Workshops, ein Kinoabend) und eine Menge Dinge, die jetzt noch nicht absehbar sind. Fest steht schon jetzt: In diesem Jahr gönnen wir uns einen Tag mehr; das Frickelfest geht von Donnerstag, dem 23.06. (Anreisetag) bis Montag, dem 27.06. (Abreisetag).
Das Frickelfest 2011 wird zum dritten Mal auf dem Gelände einer alten Fährstation in Wahrenberg an der Elbe, direkt auf der Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt, ausgetragen. Wer mitmachen will ist herzlich willkommen; wie und wann die Anmeldung über die Bühne geht werde ich frühzeitig kundtun.