Ich war da mal wieder unterwegs. Ein Tag, 1300 Kilometer. Ziel der Reise war Furth im Wald, was ganz tief im bayrischen Wald liegt und der Wohnort von Joachim Spelling ist. Jener wiederum hat als Chef der Vertriebsfirma TAD Audiovertrieb eine ganze Menge mit gut klingendem Zeugs zu tun; das Produktportfolio reicht von den berühmten Tivoli-Radios bis Schwergewichts-Highend von Gryphon. Was ich vorher nicht wusste ist dass Achim aus seinem privaten Domizil mittlerweile ein sehr buntes Projekt gemacht hat – Kunst, Musik und Knödel. Diverse hundert Quadratmetern Fläche teilt er sich also mit HiFi “von – bis”, meist südafrikanischer Kunst und einer ganzen Menge geschmackvollem Ambiente. Wer unbedingt will, der darf da auch was von kaufen. Gastronomie gibt’s wohl auch, aber das habe ich noch nicht so ganz verstanden.
Hätte ich geahnt, was mich dort erwartet, hätte ich neben der Knipse zumindest ein Stativ mitgenommen und etwas mehr Aufwand ins Fotografieren gesteckt, so kann ich nur ein Dutzend Schnappschüsse liefern, von denen ich zumindest die letzten drei nicht allzu ernst zu nehmen bitte.
Ein paar Worte zur Erklärung: Der knallrote Bau ist der Ort, in dem’s passiert. Hinzu kommt der Stall, den man von außen nicht sieht und in dem (mindestens) zwei wirklich leckere Anlagen spielen. Vor dem Setup mit den vollaktiven Orgon-Hörnern von Heiner Martion habe ich eine ganze Menge Zeit verbracht; das geht verdammt nicht schlecht, was auch der wirklich exzellenten Akustik in dem historischen Gebäude geschuldet sein dürfte. Unter dem Dach des Wohnhauses steht die ganz dicke Gryphon-Flöte, die zumindest schon mal andeutet, welch immenses Potenzial in ihr steckt – hier muss raumakustisch noch ein wenig nachgeholfen werden.
Sehr viel zu sehen, sehr viel zu hören, sehr geschmachssicher gemacht – da muss ich mal wieder hin.
… und zwar der Dreizoll-Bambus-Breitbänder von Tangband. Hatte die Tage Besuch von Nick Baur (Blue Planet Acoustic, dem Tangband-Vertrieb), und der hat ihn nicht – wohl mit Absicht, weil er ein paar Schweinereien produziert. Trotzdem -das hier ist schon das zweite eigentlich interessante Projekt mit dem Ding, über das ich zufällig stolpere – eine offene Schallwand für den Schreibtisch (!) mit Seas-Achtzöller und eben jenem Breitbänder:Die Bauanleitung gibt’s hier, wie überhaupt der ganze Blog reichlich Lesenswertes enthält.
Selbstbaulautsprecher mit Chassis für 4 Euro pro Paar? Jawohl, das gibt’s. Und da wir hier nicht von chinesischen Tieffliegerkonstruktionen reden, sondern von absolut abendländischer Technik und solidem Know How aus dem Rheinland, ist das Ergebnis erheblich überzeugender, als man denn so hätte erwarten dürfen.
Besagter Lautsprecher – der Entwickler hat ihn “Sippo” getauft – stand die letzten Wochen bei mir in der Küche und irgendwie hab’ ich’s nicht geschafft, nichts drüber zu schreiben – die Macht der Gewohnheit . Wen’s interessiert und weitere Einblicke in meine Küche erheischen will (nicht, dass es da besonders Sehenswertes gäbe) – hier geht’s lang.
Es muss ja nicht immer die viereckige MDF-Kiste sein, man kann Lautsprecher ja auch mal ein wenig anders bauen:Man nehme eine amerikanische Plastikpuppe zum Selberbemalen und baue dort einen Drei-Zoll-Tangband-Breitbänder ein.
Die Idee stammt aus diesem Artikel über 27 unterschiedliche Designer-Lautsprecher, den wiederum der liebe Kollege Heinz Gelking ausgegraben hat. Der Treiber scheint mir bislang in Deutschland nicht erhältlich zu sein, ich glaube, ich muss mal mit Blue Planet Acoustic reden…
Die ganze Geschichte gibt’s hier zu lesen – sry, English only.
enjoythemusic.com-Weltenbummler Steven Rochlin hat schon vor längerer Zeit sein Herz für die Selbstlötergemeinde entdeckt und bringt seitdem etwa halbjährlich ein kleines DIY-Magazin auf seiner Seite heraus – das finden wir gut.
Für die neueste Ausgabe hat er es sogar geschafft, eine Bastlerlegende zu reaktivieren: Thorsten Lösch hat sich dort ergossen – auch das finden wir gut. CD-Player-Tuning auf Basis eines Marantz CD-80, schön alt, Philips-Non-OS-DAC, das ist was für Thorsten, keine Frage.
Leider war’s das dann aber auch mit den guten Nachrichten. In das potenzielle Ebay-Schnäppchen (dessen Preise jetzt sowieso explodieren werden) zwei Module eines bekannten Zulieferers – für den man rein zufällig auch noch ein bisschen “Consulting” betreibt – reinzuschrauben, die zusammen so in der Gegend von 450$ kosten, das scheint mir dann doch etwas dürftig.
Thorsten, das können wir doch origineller, nicht wahr? Melde dich mal!
Die diesjährige Ausgabe des Frickelfests wird wieder in Sachsen-Anhalt stattfinden; abermals werden wir den Elbehof unsicher machen – das hat sich im letzten Jahr ziemlich bewährt, und außerdem wissen wir jetzt, was uns da erwartet und können deutlich gezieltere Vorbereitungen treffen.
Das Ganze wird vom 03. bis 06. Juni laufen, die offizielle Anmeldefrist beginnt am 01. April (garantiert kein Scherz ).
Interessanter Artikel auf Spiegel online über das sechste “American Recordings”-Album von Johnny Cash und über Andy Earls Bildband über den “Man in black”.
Lautsprecher ohne Schallwand? Das versuchen wir. Das Konzept steht, die Zutaten sind unterwegs. Ergebnisse unserer Experimente gibt’s in der kommenden Klang + Ton. Das wird schräg, versprochen…
Röhrenverstärker von Thomas Mayer kann man gar nicht oft genug zeigen, da macht diese 6HS5-Schönheit ganz gewiss keine Ausnahme:Information und Foto habe ich mir bei Stefano ausgeliehen – ich hoffe, das geht in Ordnung so. Allerdings habe ich mir erlaubt, dem Bild ein wenig zu Leibe zu rücken, um das wirklich sehenswerte Bodensee-Ambiente ein bisschen mehr in den Vordergrund zu stellen.
Ach, übrigens, Thomas – die Bilder von deinem ETF-Setup habe ich nicht vergessen, kommen nächste Woche, versprochen.
Titelthema der kommenden “LP” ist übrigens das Denon DL103. Gehört, gemessen und modifiziert.
Wir blicken hinter ein paar Kulissen und hinterfragen ein paar Mythen. Für Fans der MC-Legende – oder für Solche, die es werden wollen – absolute Pflichtlektüre. Ab dem 12.03. beim Zeitschriftendealer Ihrer Wahl.