Aug 122014
 

Weil gerade jemand gefragt hatte und es sowieso höchste Zeit wurde, mal wieder was Neues in Sachen JBL-4355-Projekt zu veröffentlichen, durften heute die beiden Hochtontreiber nebst Hörnern in unserer Normschallwand Platz nehmen.

22413_556

Und, was soll ich sagen: Die Messungen an den beiden 2441 sind ein veritabler Grund für mittelschwere Freudentänzchen – das ist so ziemlich das Beste, was wir je an Druckkammertreiber vor dem Mikrofon hatten.
Hinzu gesellt sich der Umstand, das beide Treiber praktisch identisch sind, die Pegeluntersschiede im akustisch relevanten Bereich bewegen sich im Rahmen von ein paar Zehntel Dezibel. Also gibt’s nur Diagramme von einem der “Klötze”:

2441freq

Schalldruckfrequenzgang

2441imp

Elektrische Impedanz, Betrag und Phase

2441k95

Klirr bei 95 Dezibel

2441k105

Klirr bei 105 Dezibel

2441wf

Ausschwingverhalten

Der Frequenzgangschrieb weist weitgehende Linearität zwischen einem und 20 Kilohertz aus. Der Abfall zu hohen Frequenzen außerhalb der Achse ist uns wurscht, da kommt ja noch der Schlitzstrahler ins Spiel.
Die Impedanzkurve zeigt, dass es sich zumindest näherungsweise um 16-Ohm-Spulen handelt. Das gibt, skaliert auf eine Leistung von einem Watt, einen Wirkungsgrad von knapp 110 Dezibel.
Das Klirrverhalten ist nicht frei von Makel, insbesondere bei hohen Pegeln (wobei 105 Dezibel schon PA-Lautstärke ist) geht’s denn auch mal über drei Prozent hinaus. Wenn’s Sie’s nicht weitersagen – ich tu’s auch nicht. Das Wasserfalldiagramm ist dann wieder praktisch frei von Störungen.
Wenn man jetzt noch bedenkt, dass beide Treiber praktisch ohne Dichtungen auf den Hörnern saßen, der Übergang zwischen Hornaustritt und Schallwand nicht ganz “smooth” war, dann ist das nicht weniger als hervorragend. Klasse, so darf’s weitergehen.

Aug 102014
 

rz556Photo von Google Rechenzentren

Ganz besonders dann, wenn mal nicht der User davor der Schuldige ist. Derzeit nämlich beschäftige ich mich mit der alles in allem ziemlich unbefriedigenden Performance dieses Blogs. Mit viel Glück gibt’s “schon” fünf Sekunden nach Aufruf der Seite was zu sehen, mit weniger Glück dauert’s auch mal 20. Meistens liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Und weil mir das nicht gefällt versuche ich seit geraumer Zeit, die Ursachen dafür zu finden. Mit bislang eher mäßigem Erfolg.

Bis dato habe ich eine Kopie der Seite (Code, Daten und Datenbank) auf zwei “richtigen” Servern installiert, einer davon war definitiv mit nichts anderem beschäftigt als nur diese Seite zu bedienen. Der Erfolg dessen war mehr oder weniger gleich Null. Ob nun ein richtiger Dedicated Server bei 1 und 1 oder bei Host Europe, die Ladezeiten wurden nicht geringer. Je nach Tagesform war “das Original” (bei 1 und 1 von einem unspektakulären Shared Hosting Account bedient) sogar schneller.

Danach hab ich angefangen, Plugins zu deaktivieren, also vermeintlich ressourcenfressende Zusatzfunktionen abzuschalten. Insbesondere solche, die auf externe Daten wie RSS-Feeds zugreifen, auf deren Performance ich keinerlei Einfluss habe. Auch das hat kaum eine Veränderung bewirkt, so dass ich ein paar Dinge wieder angeknipst habe: die Pinterest-Galerie, die Blogroll und den Feed meines Gartenblgs. Hat nicht merklich geschadet.

Und jetzt bin ich mit meinem diesbezüglichen Latein ziemlich am Ende.

Aug 072014
 

Markus Kavka, 47, Ex-MTV-Anchorman, Musikjournalist, im Interview auf spon:

Ich habe an die 10.000 Platten und bis zum heutigen Tag noch keine davon verkauft oder verschenkt, sondern alle gehortet. Platten sind für mich Kulturgut. CDs haben mir noch nie etwas bedeutet, ich dachte schon immer, dass die scheiße klingen und scheiße aussehen.

In meiner Position muss man solche Zitate einfach veröffentlichen. Ich bitte um Verständnis ;-).

Aug 072014
 

Weil wir gerade bei der leichten Muse sind: Dieses Ding der schwedischen Schwerenöter von ist schon aus dem Jahre 2007, aber mal das ganz große Riffmonster (ich benutze den Begriff nie wieder, versprochen, aber einmal musste sein):

Gibt’s übrigens derzeit bei JPC im zusammen mit dem 2005er Album “Gravity X” als Dreifach-Vinyl (erstaunlicherweise in schwarz-rot-gelb) für nen Sechziger.
Ja, ja, geschenkt ist anders, ich weiß – aber das hier gebohrte Brett ist schon irgendwie ein dickes…

Aug 062014
 

Ein wenig leichte griechische Folklore für die heißen Tage gefällig?

Vinyl? Sicher doch. Für 24€ mit Verand nach Deutschland. In orange zwei Euro mehr.

Jul 262014
 

Die Fragen nach Fortschritten beim JBL-Projekt mehren sich – es freut mich, dass die Angelegenheit offenbar recht großes Interesse geweckt hat. Momentan allerdings gibt’s nichts allzu Aufregendes zu vermelden; die Technik ist soweit komplett vorhanden, als nächstes steht Gehäuse bauen an. Realistisch betrachtet wird das September. Bis dahin möchte ich ein bisschen was vom Hochsommer haben, außerdem ist es ja nicht so, dass da nur ein großes Lautsprecherprojekt auf Fertigstellung warten würde. Szenen aus der Werkstatt von heute:

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Jul 062014
 

Sehr großartiger Krach aus Riga, Lettland: schön dreckig und ungeschliffen.
Leider noch kein Vinyl, aber die 5€50 fürs FLAC-Album sind gut investiert.
Abermals vielen Dank an Andrejs für den Tipp!

Jul 022014
 

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Gestern mussten sich die vier neu aufgebauten 2235H ersten Messungen unterziehen. Zu diesem Zweck sind sie ungefähr eine Woche lang eingewobbelt worden, was jetzt aber auch schon wieder ein paar Wochen her ist, deshalb bitte ich die Werte für Nchgiebigkeit der Aufhängung und Gesamtgüte mit Vorsicht zu genießen. Außerdem waren die Treiber bei den Messungen nicht betriebswarm. Ich weiß, das ist nicht die reine Lehre, aber es ging erst mal darum, Größenordnungen zu ermitteln. Und die stimmen ganz gut.

2235H #1 2235H #2 2235H #3 2235H #4
Fs (Hz) 29,3 28,9 28,5 29,2
Qms 4,30 7,79 7,13 7,18
Qes 0,242 0,269 0,270 0,272
Qts 0,230 0,260 0,264 0,262
Re (Ohm) 6,10 6,00 6,00 6,09
Le (mH) 1,17 1,12 1,14 1,19
Cms (mm/N) 0,243 0,236 0,244 0,245
Mms (g) 122 128 128 122
BL (N/A) 23,7 22,8 22,4 22,3
Vas (l) 263 256 265 265
dBSPL (dB) 96,4 95,7 95,5 95,9

 

Die Messungen zeigen ein paar interessante Dinge: Erst einmal fällt Kandidat #1 ein bisschen aus der Reihe. Das gibt Sinn, seine Seriennummer ist etwa doppelt so hoch wie die der drei anderen, die ziemlich nahe beieinander liegen. Der etwas höhere BL-Faktor spricht für etwas mehr Magnetisierung des Antriebs, resultierend in einem leicht höheren Wirkungsgrad.

Generell gilt: Die Freiluftresonanzen sind merklich zu hoch (knapp 30 Hz vs. 20 Hz Werksangabe), die Äquivalentvolumina deutlich zu niedrig (Werksangabe: 458 l), was aber mit Sicherheit an den suboptimalen Messbedingungen liegt, zum Teil vermutlich auch an den niedrigeren bewegten Massen, die alle vier Treiber aufweisen: JBL gibt 155 g an, wir ermittelten 122-128 g. Die Schwingspulendaten (Induktivität und Gleichstromwiderstand) hingegen stimmen perfekt mit den Originalangaben überein.

Generell liegt der BL-Faktor etwas über den Werksangaben, auch das kommt hin: Die Magnete der als Basis verwendeten E140 sind etwas höher magnetisiert als die der 2235H. Daraus mag auch der etwas höhere Wirkungsgrad der neu aufgebauten Treiber resultieren.

Fazit: alles gut. Die vier Bässe sind erfreulich gleich und dürften problemlos im Originalgehäuse laufen. Das, was nicht hundertprozentig passt, erledigt die Aktivansteuerung mit links.