Sep 102014
 

Das hier wollte ich schon länger mal vorstellen, hab’s aber gelassen, weil mir das Album zu teuer war. Das hat sich erfreulichwerweise geändert, man darf jetzt soviel (oder wenig) bezahlen wie man möchte:

Das ist ausgesprochen ernste Rockmusik aus – jawohl, Österreich. Und dann auch noch mit einem Mädchen am Mikro.
Los, Freunde des gepflegten Bretts – dafür kann man mal ein paar Euro lockermachen.

Sep 052014
 

Normalerweise passiert auf der IFA zu Berlin für HiFi-Junkies schon länger nichts Interessantes mehr. In diesem Jahr lässt zumindest Panasonic aufhorchen, weil man die große alte Dame namens Technics zurück aufs Gleis schiebt.techr1_600Wie bitte? Vor Jahren beerdigte man das prestigeträchtige Label noch sang- und klanglos und jetzt das? Erstaunlich.
Oder auch nicht, wenn man sich die derzeitige Situation der japanischen Unterhaltungselektronikriesen ansieht: Panasonic gehört sicherlich zu den Unternehmen, die der ruinöse Flachbildfernsehermarkt am meisten gebeutelt hat. Und wenn die Verzweiflung groß genug ist, dann besinnt man sich eben auf alte Tugenden und versucht, die sowieso an horrende Preise gewöhnten Zweikanal-Highender als Rettungsanker zu bemühen.
Das hübsche Setup auf dem Bild ist das “Referenzsystem R1″. Es besteht aus einer so richtig nach Technics aussehenden fetten Stereoendstufe (SE-R1, 55 Kilo), einem vorverstärkenden Netzwerk-Player (SU-R1) und zwei Dreiwege-Standboxen (SB-R1, 150 Kilo). Das Ensemble kostet freundliche 40000 Euro, die Markteinführung in Europa findet interessanterweise vor der in Asien und den USA statt.
Hinzu gesellt sich das “Premium-System C700″, das funktional (mehr oder weniger) das Gleiche bietet aber eine Null weniger am Preisschild hat.techc700_600Es sei denn, sie wollen noch einen CD-Player, der kostet ein Kilo extra.
Ich freue mich wirklich ganz doll, wenn das funktioniert. Aber wie es aussieht, hat keines der vorgestellten oder geplanten Geräte eine Typenbezeichnung, die mit “SL” beginnt. Und mit “12xx” weitergeht. Wir erinnern uns: Die Technics-Direkttriebler waren und sind die absoluten plattenabspielenden Kultmaschinen in der Clubszene. Gute gebrauchte 1210er werden für horrendes Geld gehandelt.
Warum, zum Teufel, lässt man diese Chance, echtes Geld zu verdienen ungenutzt? Wie es aussieht, hat noch nicht mal einer der vor- oder vollverstärkenden tollen neuen Apparate einen Phonoeingang.

Sehr schade.

Sep 042014
 

Da haben kluge Köpfe sich Gedanken gemacht, wo im Universum unsere Milchstraße eigentlich zuhause ist und dabei eine interessante Struktur im Universum entdeckt, den Supercluster “Laniakea”. Hier geht’s um so unfassbare Größenordnungen, dass einem schon mal ein Schauer den Rücken herunterlaufen kann. Guckst du hier:

Mehr Lesenswertes zum Thema gibt es auf spon.
Natürlich will ich auf etwas ganz anderes hinaus: Der hawaiianische Begriff “Laniakea”, zu deutsch “unermesslicher Himmel”, den erkläre ich hiermit für reserviert. Die Box, die so heißt, die wird natürlich von uns kommen :-).

Sep 022014
 

urlaub2014_600

Übrigens habe ich diese und nächste Woche Urlaub. Wenn’s nicht wirklich brennt, bitte ich Dienstliches mit dem Kollegen Schmidt (Durchwahl -235), den Kollegen aus dem Lager (-164), oder der Verwaltung in Gestalt von Frau Pricken (-0) zu klären und meine Handynummer als das zu respektieren, was sie ist: nämlich privat.

Ich bitte um Verständnis und versichere, ab Montag, dem 15.09. wieder vollumfänglich zur Verfügung zu stehen.

Vielen Dank!

Aug 242014
 

Selbstverständlich werde ich mit diesem Beitrag die Verkaufszahlen meines liebsten Mitbewerbermagazins in schwindelerregende Höhen treiben, aber das nehme ich jetzt mal in Kauf ;-).
In der aktuellen Fidelity gibt’s nämlich eine Reportage über das neue “Spielzimmer” von Silvercore-Inhaber Christof Kraus. Die Kollegen haben ergänzend dazu noch ein Pfund Bilder online veröffentlicht.
Zu dem Thema hab ich auch noch was im Angebot, nämlich einen Schwung Fotos, den Frank Schröder nach der letzten High End bei einem Besuch eben jener Lokalität geschossen hat. Hiermit komme ich meiner Nebentätigkeit als Franks Internet-Galerist mal wieder mit Freuden nach:


Kompliment, Frank, das ist wieder einmal ganz leckere Fotografie.

Aug 122014
 

Weil gerade jemand gefragt hatte und es sowieso höchste Zeit wurde, mal wieder was Neues in Sachen JBL-4355-Projekt zu veröffentlichen, durften heute die beiden Hochtontreiber nebst Hörnern in unserer Normschallwand Platz nehmen.

22413_556

Und, was soll ich sagen: Die Messungen an den beiden 2441 sind ein veritabler Grund für mittelschwere Freudentänzchen – das ist so ziemlich das Beste, was wir je an Druckkammertreiber vor dem Mikrofon hatten.
Hinzu gesellt sich der Umstand, das beide Treiber praktisch identisch sind, die Pegeluntersschiede im akustisch relevanten Bereich bewegen sich im Rahmen von ein paar Zehntel Dezibel. Also gibt’s nur Diagramme von einem der “Klötze”:

2441freq

Schalldruckfrequenzgang

2441imp

Elektrische Impedanz, Betrag und Phase

2441k95

Klirr bei 95 Dezibel

2441k105

Klirr bei 105 Dezibel

2441wf

Ausschwingverhalten

Der Frequenzgangschrieb weist weitgehende Linearität zwischen einem und 20 Kilohertz aus. Der Abfall zu hohen Frequenzen außerhalb der Achse ist uns wurscht, da kommt ja noch der Schlitzstrahler ins Spiel.
Die Impedanzkurve zeigt, dass es sich zumindest näherungsweise um 16-Ohm-Spulen handelt. Das gibt, skaliert auf eine Leistung von einem Watt, einen Wirkungsgrad von knapp 110 Dezibel.
Das Klirrverhalten ist nicht frei von Makel, insbesondere bei hohen Pegeln (wobei 105 Dezibel schon PA-Lautstärke ist) geht’s denn auch mal über drei Prozent hinaus. Wenn’s Sie’s nicht weitersagen – ich tu’s auch nicht. Das Wasserfalldiagramm ist dann wieder praktisch frei von Störungen.
Wenn man jetzt noch bedenkt, dass beide Treiber praktisch ohne Dichtungen auf den Hörnern saßen, der Übergang zwischen Hornaustritt und Schallwand nicht ganz “smooth” war, dann ist das nicht weniger als hervorragend. Klasse, so darf’s weitergehen.

Aug 102014
 

rz556Photo von Google Rechenzentren

Ganz besonders dann, wenn mal nicht der User davor der Schuldige ist. Derzeit nämlich beschäftige ich mich mit der alles in allem ziemlich unbefriedigenden Performance dieses Blogs. Mit viel Glück gibt’s “schon” fünf Sekunden nach Aufruf der Seite was zu sehen, mit weniger Glück dauert’s auch mal 20. Meistens liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Und weil mir das nicht gefällt versuche ich seit geraumer Zeit, die Ursachen dafür zu finden. Mit bislang eher mäßigem Erfolg.

Bis dato habe ich eine Kopie der Seite (Code, Daten und Datenbank) auf zwei “richtigen” Servern installiert, einer davon war definitiv mit nichts anderem beschäftigt als nur diese Seite zu bedienen. Der Erfolg dessen war mehr oder weniger gleich Null. Ob nun ein richtiger Dedicated Server bei 1 und 1 oder bei Host Europe, die Ladezeiten wurden nicht geringer. Je nach Tagesform war “das Original” (bei 1 und 1 von einem unspektakulären Shared Hosting Account bedient) sogar schneller.

Danach hab ich angefangen, Plugins zu deaktivieren, also vermeintlich ressourcenfressende Zusatzfunktionen abzuschalten. Insbesondere solche, die auf externe Daten wie RSS-Feeds zugreifen, auf deren Performance ich keinerlei Einfluss habe. Auch das hat kaum eine Veränderung bewirkt, so dass ich ein paar Dinge wieder angeknipst habe: die Pinterest-Galerie, die Blogroll und den Feed meines Gartenblgs. Hat nicht merklich geschadet.

Und jetzt bin ich mit meinem diesbezüglichen Latein ziemlich am Ende.

Aug 072014
 

Markus Kavka, 47, Ex-MTV-Anchorman, Musikjournalist, im Interview auf spon:

Ich habe an die 10.000 Platten und bis zum heutigen Tag noch keine davon verkauft oder verschenkt, sondern alle gehortet. Platten sind für mich Kulturgut. CDs haben mir noch nie etwas bedeutet, ich dachte schon immer, dass die scheiße klingen und scheiße aussehen.

In meiner Position muss man solche Zitate einfach veröffentlichen. Ich bitte um Verständnis ;-).